Wann ist eine Achsvermessung sinnvoll?

Ungleichmäßiger Reifenverschleiß

Innen- oder Außenkante stärker abgefahren als die Mitte. Deutet auf falschen Sturz oder Spur.

Fahrzeug zieht nach einer Seite

Lenkrad muss aktiv gegengehalten werden. Ursache oft ungleicher Nachlauf oder Spur.

Lenkrad steht schief

Bei Geradeausfahrt steht das Lenkrad nicht mittig. Häufig nach Fahrwerkstausch oder Bordsteinrempler.

Nach Fahrwerksarbeiten

Stoßdämpfer, Querlenker, Spurstangenköpfe gewechselt? Danach muss die Geometrie neu eingestellt werden.

Nach Bordsteinkontakt

Ein harter Bordsteinrempler kann die Spureinstellung verändern. Besser einmal prüfen als neue Reifen kaufen.

Beim Reifenwechsel

Der optimale Zeitpunkt für eine Vermessung: Reifen kommen ohnehin runter, Korrektur fällt in den gleichen Termin.

Was wir messen und einstellen

Spur (Toe)

Winkelstellung der Räder zueinander. Vorspur/Nachspur beeinflusst Geradeauslauf und Reifenverschleiß am stärksten.

Sturz (Camber)

Neigung der Räder nach innen oder außen. Beeinflusst Kurvenstabilität und gleichmäßigen Abrieb über die Lauffläche.

Nachlauf (Caster)

Neigung der Lenkachse in Fahrtrichtung. Beeinflusst Lenkrückstellung und Geradeauslauf-Stabilität.

Spreizung (KPI)

Neigung der Lenkachse nach innen. Zusammen mit Nachlauf bestimmt sie das Lenkverhalten und die Rückstellung.

Kosten sparen durch Achsvermessung

Ein Satz Premiumreifen kostet 400–800 Euro. Eine Spurabweichung von nur 3 mm kann die Reifenlebensdauer um 30–50% verkürzen. Die Achsvermessung kostet einen Bruchteil eines neuen Reifensatzes – und rechnet sich beim ersten vermiedenen Frühverschleiß.

Achsvermessung vereinbaren

Am besten kombiniert mit dem Reifenwechsel – ein Termin, alles erledigt.

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